Kleiner Planet – Adobe Photoshop (CC) Tutorial

Kleiner Planet – Adobe Photoshop (CC) Tutorial

Was ist ein „kleiner Planet“?

Ein „kleiner Planet“ oder auch „Little Planet“ / „Tiny World“ genannt, ist in erster Linie ein Spezialgebiet der Panoramafotografie.

Es bezeichnet eine bestimmte Bildbearbeitungstechnik, die aus einem einzelnen Foto, einer Flächen- oder Kugelpanoramaverzerrung erstellt wird. Das Ergebnis dieser Verzerrung lässt das Geschehen klein und oft niedlich erscheinen. Durch das Bearbeitungsverfahren schrumpft der Boden auf eine kleine runde Fläche zusammen, umgeben rundum vom Himmel.

Solche Fotografien  bzw. Bildbearbeitungstechniken erinnern an die Sicht der Erde aus dem Weltall. Typische Motive sind dabei Landschafts- und Stadtpanoramen sowie Panoramen mit markanten Bauwerken.

In diesem Beitrag möchte ich euch die Bearbeitung mit Hilfe von Adobe Photoshop (CC) näher erklären.

Schritt 1: Ein passendes Panoramabild auswählen.

Damit ihr einen coolen Planeten in Photoshop erschaffen könnt, benötigt ihr eine Panoramaaufnahme mit einem möglichst wolkenfreien Himmel. Der sichtbare Teil der Erde sollte dabei überwiegen. Im Idealfall besitzt das Foto ca. 1/3 blauen, homogenen Himmel. Euer Bild sollte in der Höhe mindestens 700 Pixel haben, damit es am Ende auch wirklich gut wird.

Um den Aufwand der Retusche am Ende gering zu halten, solltet ihr zusätzlich darauf achten das die linke und rechte Seite des Panoramabildes einen ähnlichen Anfang bzw. ein ähnliches Ende haben, denn diese beiden Punkte treffen zum Schluss aufeinander.

Schritt 2: Das Bild anpassen.

Jetzt wird das Panoramabild auf ein quadratisches Seitenverhältnis gebracht. Öffnet dazu euer Bild in Photoshop und wählt anschließend im Menü „Bild -> Bildgröße“. Jetzt entfernt ihr zwischen der Breite und der Höhe die Verbindung indem ihr auf die Klammer (Seitenverhältnis) klickt und damit die Proportionen nicht mehr beibehalten werden.

Anschließend setzt ihr die Breite eures Bildes auf den gleichen Wert wie die Höhe. In meinem Bespiel sind es anstatt 2560 Pixel x 1280 Pixel nur noch 1280 Pixel x 1280 Pixel. Bestätigt anschließend den Dialog mit „OK“. Dadurch wird das Panoramabild zusammengestaucht.

Jetzt müsst ihr das Bild nur noch um 180° rotieren, dann steht es auf dem Kopf. Wählt dazu im Menü unter „Bild -> Bilddrehung -> 180°“.

Schritt 3: Der Filter „Polarkoordinationen“.

Mit diesem Filter erschafft ihr den Planeten in Photoshop zum Leben. Wählt im Menü unter „Filter -> Verzerrungsfilter -> Polarkoordinaten“. In dem Polarkoordinaten-Dialog müsst ihr jetzt „Rechteckig -> Polar“ auswählen und den Dialog nur noch mit „OK“ bestätigen.

Schritt 4: Der Feinschliff.

Damit habt ihr bereits den groben Planeten geschaffen. Das Ergebnis kann sich schon sehen lassen, aber besonders am Anfang und Ende des Panoramas, welches ihr zusammengefügt habt, muss bestimmt noch ein wenig nachkorrigiert werden – vor allem, wenn ihr meinem Tipp aus Schritt 1 nicht ganz einhalten konntet 😉 .

Das könnt ihr in erste Linie mit dem Kopierstempel von Photoshop machen. Versucht den Anfang und das Ende bestmöglich miteinander zu verbinden, so dass die markante Linie kaum noch zu sehen ist. Der Reperatur-Pinsel kann euch dabei ebenso helfen.

Das Retuschieren ist dann nur noch eine Übungssache. Umso öfter ihr das macht, umso besser werdet ihr darin. Ihr könnt auch mit sogenannten „Brushes“ arbeiten, besonders bei Planeten mit viel Himmel und Wolken ist das von Vorteil und ein weiterer kleiner Tipp von mir. Kostenlose „Brush“-Wolken findet ihr zum Beispiel hier: Brusheezy

Damit könnt ihr den Übergang noch mehr „verstecken“ und gleichzeitig den Himmel etwas verschönern.

Kleiner Planet - Allgaeu

Weitere Beispiele:

Ich hoffe ihr habt etwas Spaß damit und könnt ein paar coole Planeten erstellen. Lasst mir gerne einen Kommentar dar, zeigt mir eure Ergebnisse – ich freue mich über jedes Feedback.

Quellennachweis: Foto