SEO-Optimierung bei Bildern (On-Page)
Warum und was ist zutun?

Bilder sind bei jedem Betreiber einer Webseite ein wichtiger Bestandteil und werden bei der On-Page SEO Maßnahme häufig vernachlässigt. Doch gerade Shops und auch Blog Beiträge können von der SEO-Optimierung bei Bildern profitieren. Ist ein Bild z.B. gut in der Google Bildersuche positioniert, kann es der Webseite zusätzlichen Besucher-Traffic bringen. Dazu muss es allerdings auch von Suchmaschinen erkannt und gefunden werden.

In diesem Beitrag erhaltet Ihr wichtige Tipps und Informationen zu dem Thema SEO-Optimierung bei Bildern. Zusammengefasst habe ich eine kleine Infografik mit allen relevanten Kernpunkten erstellt, die euch helfen soll kurz und knackig in das Thema einzusteigen.

Infografik SEO-Optimierung bei Bildern NIHA .Grafik Blog

Meine Infografik zum Thema „SEO-Optimierung bei Bildern“ hilft euch dabei kurz und knackig einen Überlick über das doch sehr wichtige Thema zu bekommen.

Was solltet Ihr bei der SEO-Optimierung bei Bildern vor dem eigentlichen Bild-Upload bedenken?

Bevor Ihr eure Fotos auf der Webseite oder eurem Blog einsetzt, sollten Ihr zunächst einige redaktionelle und technische Aspekte beachten:

1. Verwendet die richtigen Bilder

Wenn Ihr Fotos oder Grafiken auf eurer Webseite oder in einem eurer Blogartikel verwenden wollt, sollte diese auch wirklich zu eurem Inhalt passen. Am besten macht Ihr eigene Fotos, denn diese sind einzigartig und passen ganz sicher zu euch. Alternativ könnt Ihr aber auch bei diversen Bildagenturen geeignete Motive kaufen oder kostenfreie Bildanbieter nutzen.

2. Wählt unbedingt einen Aussagekräftigen Dateinamen

Bevor Ihr das Bild in eure Webseite oder euren Blogartikel einbaut, solltet Ihr auf jeden Fall den Dateinamen überprüfen. Bei selbst gemachten Fotos sehen die Dateibenennungen häufig so aus:

IMG_11092015.jpg

Der Dateiname sollte aussagekräftig sein und das Bild erklären, damit ihn auch Suchmaschinen verstehen können. Natürlich sollten darin auch die relevanten Keywords vorkommen, denn ein gutes Bilder Ranking erfolgt meist nur, wenn die Keywords auch im Dateinamen vorkommen.

Als Dateiformate eignen sich .jpg, .gif, .png, .bmp und .svg für den Einsatz auf Webseiten. Um aber bei den Suchmaschinen indiziert zu werden, solltet Ihr am besten nur mit .jpg, .png und .gif arbeiten.

Denkt unbedingt auch daran als Trennezeichen einen Bindestrich und keinen Unterstrich zu benutzen.

So wird aus dem ursprünglichen und nichtssagendem Dateinamen IMG_11092015.jpg nun:

seo-optimierung-bei-bildern.jpg

Dieser kann jetzt auch in einer Bildersuche zum Keyword besser ranken.

3. Optimiert die Bild- und Dateigröße

Möchte man Bilder für Suchmaschinen optimieren, sollte man auch ein Auge auf die Bild- und Dateigröße haben. Unkomprimierte Bilder machen die Webseite langsamer, verärgern den Benutzer und führen zu schlechteren Rankings in den Suchergebnissen.

Hierbei bevorzugt Google das Format 4:3. Wenn wir uns aber an den Pixeln orientieren wollen, ist es wichtig sich zu merken, dass eine Seitenlänge des Bildes mindestens 300 Pixel lang sein sollte. Alle Bilder die kleiner sind haben keine große Chance und sind auch für die Weiterverwendung bei externen Links nicht wirklich zu gebrauchen.

So ein ähnliches Prinzip gibt es auch bei der maximalen Größe des Bildes. Diese beträgt 1.280 x 960 Pixel. Wesentlich größere Bilder werden meist nur selten unter den ersten Suchergebnissen angezeigt. In der Regel solltet Ihr euch aber merken „mehr optische Fläsche – höhere Klickwahrscheinlichkeit“.

Hier noch ein Tipp für alle Nutzer von Photoshop:

Ihr findet in Photoshop unter dem Menüpunkt „Datei“ den Punkt „Für Web und Geräte speichern…“. Hier könnt Ihr mit den Einstellungen eine Menge an Dateigröße sparen. Anstatt vieler MB sind eure Bilder dann nur noch ein paar KB groß. Da dies aber nochmal ein ganz eigenes Thema für sich ist, möchte ich euch hier gerne einfach auf einen weiteren interessanten Beitrag von Dr.Web dazu verweisen.

Bilder mit Photoshop für den Export ins Web optimal aufbereiten

Wie führt Ihr die SEO-Optimierung bei Bildern auf der Webseite oder eurem Blog aus?

Nun, nachdem Ihr das passende Bild für eure Seite gefunden, es ordentlich benannt und die Größe optimiert habt, arbeitet Ihr mit den Funktionen, die euch eure Webseite beim einbetten eines Bildes zur Verfügung stellt. Dies gilt natürlich nur für Webseiten die mit einem CMS z.B. WordPress oder Typo3 arbeiten. Ansonsten müsst Ihr das ganze leider per Hand in den Quellcode eingeben.

1. Denkt an den umliegenden Text und eure H1 Überschrift

Der umliegende Text eines Bildes wird von Google in das Ranking mit einbezogen. Ein Bild sollte also immer inhaltlich und sematisch passend vorkommen. Das Keyword der Bilderdatei sollte auch in textlicher Nähe zu dem Bild stehen.

2. Verwendet Bildunterschriften / Bildbeschreibungen

Bildunterschriften / Bildbeschreibungen bezeichnen eine kurze Beschreibung direkt unterhalb des Bildes. Hier liegt der Vorteil darin, dass der Inhalt sehr nah an dem Bild gesteuert wird. Für die reine Bildersuche ist dieser Text zwar nicht wirklich relevant, aber für den Leser häufig sehr hilfreich. In Studien wurde festgestellt, dass der Beschreibungs-Text häufiger gelesen wird als der eigentliche Inhalt der Seite. Ebenso kann hier auch ein benötigtes Copyright untergebracht werden, ist aber suboptimal.

3. Nutzt den ALT-Text / das ALT-Attribut

Der sogenannte Alt Tag bei Bildern steht für einen Alternativ-Text und dieser sollte unbedingt bei jedem Bild vorhanden sein. Er wird angezeigt, falls das Bild nicht angezeigt werden kann oder für sehbehinderte Benutzer. Das ALT-Attribut hilft zudem Suchmaschinen, das Bild besser zu „verstehen“. D.h. versucht das Bild möglichst genau zu beschreiben und die wichtigsten Keywords einfließen zu lassen. Vermeidet aber auch hier Keyword-Stuffing (zu viele Keywords).

4. Verwendet das TITLE-Attribut

Das TITLE-Attribut erzeugt den bekannten Hover-Effekt. Ihr fahrt mit dem Cursor über ein Bild und ein kleiner Infotext erscheint, in dem Ihr alternative Informationen unterbringen könnt.

5. Erstellt Sitemaps für Bilder

Zusätzlich zur normalen Sitemap könnt Ihr auch eine separate XML-Sitemap nur für Bilder bereitstellen. So eine Sitemap ist auch gut für den Google-Crawler. Allerdings ist das in der Praxis nur bei großen Seiten nötig, wenn Ihr sehr viele Fotos möglichst schnell in die Bildersuche pushen möchten.

Was ist also zusammenfassend bei der SEO-Optimierung bei Bildern (On-Page) zu beachten?

  • verwendet die richtigen Bilder (sie sollten zu euch und euren Inhalten passen)
  • wählt einen Aussagekräftigen Dateinamen – vermeidet Namen wie z.B. IMG_11092015.jpg
  • benutzt als Trennzeichen für den Dateinamen nur Bindestriche
  • achtet auf die bevorzugten Dateiformate: .jpg, .png und .gif
  • optimiert die Bild- und Dateigröße
  • denkt an den umliegenden Text und eure H1 Überschrift (Keywords benutzen)
  • verwendet Bildunterschriften / Bildbeschreibungen
  • nutzt den ALT-Text / das ALT-Atrribut
  • verwendet das TITLE-Attribut
  • erstellt gegebenenfalls Sitemaps für Bilder

Fazit: Es lohnt sich in den meisten Fällen, seine Bilder für Suchmaschinen zu optimieren. Der Vorteil der Bilderoptimierung für Webseitenbetreiber ist klar: Sind die Bilder technisch optimiert, wird die Webseite schneller geladen und in den Suchmaschinen besser positioniert. Lasst also dieses Thema bei eurer SEO-Optimierung nicht aus den Augen.

Auswertung der Bildersuche mit der Google Search Console

Über die Google Search Console (früher: Google Webmaster-Tool) könnt Ihr auch eure Rankings bei der Bildersuche analysieren. Im Abschnitt Suchanfragen findet Ihr den Punkt Suchanalyse. Hier könnt Ihr dann nach dem Suchtyp Bilder filtern.

Auswertung der Bildersuche über die Google Search Console

Über die Google Search Console könnt Ihr eine Auswertung eurer Bildersuche vornehmen.

Infografik: SEO-Optimierung bei Bildern